Zwei Kommentatoren – eine Vergangenheit
Was haben Ireti Amojo und Alexander Frisch gemeinsam? Wer jetzt sagt, dass die beiden erfolgreich als Kommentatoren arbeiten, hat schon mal einen von zwei Punkten richtig.
Der zweite Punkt liegt in ihren Vergangenheiten als BasketballspielerIn: Beide machten einen Zwischenstopp bei uns im Verein – Alex eben nur ein kleines bisschen früher…
Am 02. Dezember 1986 startet der 11‑jährige Alex seine Basketballkarriere beim Turn- und Sportverein Lichterfelde (Quelle) und durchläuft den kompletten Weg vom Nachwuchsspieler bis zum Zweitliga- bzw. Bundesligaspieler innerhalb eines Vereins: Bereits mit 19 Jahren kann der gebürtige Hildener Teil der 1. Herrenmannschaft werden, die in der 2. Bundesliga Nord antreten, und das auch immer wieder als tragender Spieler und Top-Scorer. Der Beginn der TuSLi-ALBA-Kooperation kommt für ihn sehr gelegen! Als immer wieder herausstechender 2. Liga-Spieler dauert es nicht lange, bis er mit einer Doppellizenz auch für ALBA Berlin in der 1. Bundesliga aufläuft und so den Sprung in den Spitzenbasketball schafft. Sein Berliner Highlight mag womöglich der Meisterschaftstitel und der Pokalsieg von 1997 sein, oder vielleicht auch die Teilnahme am Korac-Cup 1996. Besonders spannend ist dabei, dass er parallel auch erfolgreich für Deutschland spielt, z.B. bei der Kadetten-Europameisterschaft von 1991 und der U22-Europameisterschaft im Jahr 1994.
Daraufhin bahnt er sich seinen Weg von einem Bundesligateam zum anderen, bis er 2003/2004 seine letzte Saison bei den Düsseldorf Magics spielt. Lange Zeit wird es ruhig um den einstigen Bundesligaspieler, doch um 2008 herum gab er sein Basketball-Comeback – jedoch nicht als Spieler, sondern als Kommentator. Der ehemalige Profi eignete sich dafür, nicht nur wegen seiner eigenen Vergangenheit, sondern auch weil er komplexe Sachverhalte präzise und strukturiert erklärte. So war es nicht verwunderlich, dass er ab 2015 zum Kommentatoren-Team von Telekom Basketball gehörte und auch bei der Frauen Basketball WM 2026 die Spiele der deutschen Frauen kommentiert…
Und als die eine Karriere sich dem Ende neigte, begann die andere erst richtig: Ireti Amojo kommt mit circa 15 Jahren zu TuSLi und durchläuft wie viele vor und nach ihr das Nachwuchsprogramm unter Alexandra Maerz und das ziemlich erfolgreich. 2006 krönt sie ihre TuSLi-Zeit mit dem deutschen U18-Meisterschaftstitel und kann sich parallel als Nationalspielerin etablieren. 2006 gilt sie bei der U16-B-Europameisterschaft mit 14 Punkten pro Spiel als Deutschlands Top-Scorerin. Für Ireti folgt dann eine spannende Zeit: ein Auslandsjahr und Studium in Washington und dann die Rückkehr nach Deutschland. Von 2013 bis 2017 spielte sie in der Bundesliga und erfolgreich für die deutsche Frauennationalmannschaft, bis sie dann wieder zu uns zurückkehrte. Zu diesem Zeitpunkt war TuS Lichterfelde Basketball e.V. unabhängig geworden und hatte neue Akzente gesetzt, sich maßgeblich weiterentwickelt und war in die 2. Damenbasketballbundesliga aufgestiegen, wo für Ireti ein besonderer Platz frei war, den bis heute niemand füllen konnte.

Auch Ireti nimmt dann die Arbeit als Kommentatorin auf und begleitet regelmäßig die Spiele der deutschen Frauennationalmannschaft mit ihrem Expertenwissen, doch vielmehr wird sie zu einem der bekanntesten Gesichter des deutschen Frauenbasketballs: 2022 ist sie als Koordinatorin bei unserem späteren Kooperationspartner ALBA Berlin tätig und begleitet den Aufstieg in die 1. DBBL. Seit dem Frühjahr ist sie Chefin der DBBL und setzt sich zusammen mit Here To Hoop für den urbanen Basketball in Berlin ein. Aus der einstigen Nachwuchsspielerin wurde also eine Ikone des deutschen Frauenbasketballs, die zusammen mit Alexander Frisch immer wieder ein Lächeln ins Gesicht vieler TuSLi-Fans zaubert, wenn sie Teil des kommentierenden ExpertInnen-Teams ist.
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