Über eine Woche ist es nun her und wir wollen Euch natürlich auch durch die harten Zeiten mitnehmen:
Am 13. März, einem Freitag – an manchem Aberglauben ist vielleicht doch etwas dran – musste sich unser JBBL-Team vom Playoff-Traum verabschieden, dabei war es doch so knapp:
Nachdem das Hinspiel der ersten Playoff-Runde bereits knapp verloren worden war (mit 70:78), stand nun das Rückspiel bevor. Dieses Mal waren wir zu Gast bei BG Zehlendorf. Nichtsdestotrotz: Der TuSLi-Fan-Block war auch dieses Mal nicht zu überhören!
Das Spiel konnte spannender nicht starten: Die ersten Punkte und damit die erste Führung gingen, dank eines Freiwurfs von Mio Marceta, an unser Team. Erst nach vier Minuten meldete sich BGZ zurück und fand den Anschluss mit einem Führungswechsel, den unser Team jedoch gleich wieder zurückschnappte, dank Adrian Hennig, der am Ende mit 26 Punkten Top-Scorer der Partie wurde. Was sich im ersten Viertel dann darbietet, ist ein echter Krimi: ständig geht es hin und her, doch unsere Jungs können immer ganz knapp die Oberhand behalten. Bis BGZ ein paar Sekunden vor der ersten Viertelpause geschickt die Führung übernimmt. Doch Leon Orologas weiß zu helfen. Wie bereits im ersten Spiel, ist er es, der dem Team immer wieder mit Ruhe den Anstoß zum Weiterkämpfen gibt, sodass es mit 24:25 in das zweite Viertel geht.
Und auch wenn die Gastgeber als Erste im zweiten Viertel punkten, ist es wieder Adrian, der das Team mit einem Dreier zum Gleichstand bringt – lange passiert dann erstmal wenig, bis unser Team kurzzeitig in Führung gehen kann. Um es abzukürzen: Auch im zweiten Viertel sehen wir ein spannendes Hin und Her, bei dem unsere JBBL immer trotzig vorausschreitet und BGZ nachziehen muss. Die letzten beiden Minuten vor der Halbzeit bleiben spannend, wobei BGZ dieses Mal oft den Ton angibt, dank Oskar Fenger, der mit zwar nur 25 Punkten in den Stats, unserem Team doch immer wieder ein Dorn im Auge ist. Doch wie sollte es anders sein: Auch dieses Mal weiß sich das Team zu helfen. Mit einem gekonnten Dreier von Matti Himburg, schickt der Team-Kapitän sein Team motiviert in die Halbzeit mit einem Spielstand von 41:41.
Und auch die zweite Halbzeit bleibt für Herzkranke ein Risikofaktor: Matti Himburg setzt einfach da an, wo er aufgehört hat, und schickt sein Team in Führung. Wer den Überblick jetzt schon verloren hat, dem können wir helfen – insgesamt 12 Gleichstände und 17 Führungswechsel werden uns an diesem Abend aufs Spielfeld gezaubert. Doch erst einmal dominiert unser Team das dritte Viertel. Erst nach fast sechs Minuten holen sich die Gastgeber die Führung zurück, eilen kurz davon und werden dann dank eines Freiwurfs von Jonathan Briesemeister wieder in die Realität zurückgeholt. Wieder folgt ein Hin und Her, ihr kennt es ja bereits, 25 Sekunden vor Viertelende führt unsere JBBL, doch BGZ schüttelt einen Dreier aus dem Ärmel, der den Spielstand in ein knackiges 58:60 verwandelt.
Ja, und was dann folgt, ist keine Überraschung: Jonathan Cremer und Jonathan Briesemeister bringen das Team wieder in die Spur zurück und holen die Führung. Dann kommt wieder BGZ um die Ecke und …
Der Knackpunkt ist eigentlich dann zur Viertelhälfte: BGZ geht in Führung und kann diese auf 73:64 ausbauen und die Spielzeit rennt davon. Die Bälle wollen nicht in den Korb und die Anspannung steigt. Dieses Mal ist es Vincent Scholle, der wieder einmal einen entscheidenden Dreier verwandelt, gefolgt von Punkten durch Adrian, die das Team zurück ins Spiel bringen – wenige Sekunden vor Schluss steht es 71:73, doch trotz Auszeit will der Ball nicht mehr rein. Ein ungeschicktes Foul und verwandelte Freiwürfe sorgen am Ende für die 71:75-Niederlage und das Playoff-Aus für unsere JBBL.
Dennoch ist es nun Zeit zu feiern, denn wer sich erinnert, der weiß, dass diese Saison das TuSLi-Comeback schlechthin war: Letzte Saison haben wir uns in der Relegation gequält und sind in den Playdowns rechtzeitig nochmal davongekommen. Das, was unsere Spieler und Coaches dieses Jahr geleistet haben, das lässt sich sehen!
In der Vorrunde als Tabellendritter weitergekommen, in der Hauptrunde den vierten Platz erspielt und somit motiviert und kampfbereit in die Playoffs gestartet; die Meilensteine lassen sich nicht leugnen und auch in den beiden Playoff-Spielen haben wir gesehen, dass unsere Spieler alles gegeben haben.
Umso trauriger macht es uns natürlich, dass wir uns nun auch in der JBBL von einigen Spielern verabschieden müssen, die wir aber hoffentlich in der NBBL oder in anderen TuSLi-Teams wiedersehen werden: Verabschieden müssen wir uns von Maxim Drauschke, Vincent Scholle, Emilio Perez Castillo, Jannik Görlitz, Jonathan Briesemeister, Mio Marceta, Leonard Rasmussen-Bonne Rey, Matti Himburg, Anton Büttner und Adrian Hennig!
Nichtsdestotrotz freuen wir uns schon, wenn es wieder weitergeht und wir Euch auf eine weitere JBBL-Reise mitnehmen dürfen – und wer weiß, vielleicht geht es ja schon bald los…