Wie sind die Zukunftsplanungen für unseren Verein? – Nachgefragt bei Nikos Fatouros

Der Wirtschaftswissenschaftler und selbstständige Steuerberater Nikos Fatouros ist derzeit ein wichtiger Aktivposten für die künftige Entwicklung und Ausrichtung unseres Vereins. Er ist waschechter Berliner, hat vier Töchter, davon drei erwachsene, und lebt mit seiner Familie in Lichterfelde. Seinen Namen verdankt er seinem griechischen Vater.

Wir haben einmal bei Nikos nachgefragt, welche Motive ihn antreiben und was sich bisher im Verein tut. Natürlich haben wir Nikos auch eine klassische „Corona Frage“ gestellt:

1) Wie ist Deine Verbundenheit zum TuS Lichterfelde entstanden?

„Das geht auf das Jahr 1987 zurück. Der Bruder meiner damaligen Freundin spielte bei TuSLi. Mit 15 oder 16 spielte er bereits bei den ersten Herren zusammen u. a. mit Teo (Öztürk) und Oliver (Hundt). Ich schaute mir seit dieser Zeit neben den ersten Herren auch viele Spiele im Jugendbereich an, zumal meine sechs Jahre jüngere Schwester auch bei TuSLi begann. Es macht mir einfach Freude zu sehen, wie sich die jungen SpielernInnen sportlich entwickeln. Später versuchte ich mit anderen zusammen vergeblich, den sportlich geschafften Aufstieg in die erste Bundesliga der Herren zu realisieren, ich spielte selbst bei TuSLi und war für ein paar Jahre Trainer im Jugend- und Damenbereich.“

2) Was fasziniert Dich an unserer Sportart?

„Basketball erfordert ein hohes Maß an Antizipationsfähigkeit. Alles geht blitzschnell. Pass- und Laufwege müssen in Bruchteilen von Sekunden vorausgeahnt werden. Es ist ein ästhetischer Sport, bei dem kleine Erfolgserlebnisse anders als im Fußball permanent erzielt werden. Basketball ist zudem sehr athletisch und abwechslungsreich. Nicht selten werden sogar hohe Rückstände aufgeholt. All das macht den Basketball aus. Es ist tatsächlich eine sehr faszinierende Sportart.“

3) Was habt ihr bereits auf den Weg gebracht, um unseren Verein auch in
Zukunft in der Spitze der nationalen Nachwuchsförderung zu etablieren?

Wir wollen in erster Linie die Zahl derer erhöhen, die sich persönlich und ehrenamtlich im Verein engagieren, sportlich, in der Teambetreuung und im administrativen Bereich. Dabei geht es mir persönlich zunächst darum, den administrativen Bereich auszubauen und eine Organisationsstruktur zu etablieren, die die Vorstände stärker entlastet und besser ergänzt. Auf ihren Schultern lastet derzeit zu viel. Hierbei setze ich auf Eigenverantwortung bei jedem einzelnen. Wir sind aktuell auf einem sehr guten Weg. Ich bin begeistert, wie viele bereits Interesse zeigen und Ideen eingebracht haben. Es ist jeder herzlich eingeladen mitzumachen. All das ist m. E. eine unabdingbare Voraussetzung, um weitere Mittel zu generieren und dann – du hast das Stichwort gegeben – die Nachwuchsförderung auszubauen. Perspektivisch sollen zudem die 1. Damen und 1. Herren in einer Liga spielen, die den jungen SpielerInnen als ideales Sprungbrett für höhere Weihen dient.

4) Hast Du Ideen, was TuSLi in der aktuell schwierigen Zeit unternehmen
kann, um sich auf einen erfolgreichen Neustart nach der Corona Krise
vorzubereiten?

Wir können uns zwar aktuell in den Gremien nicht treffen, aber wir machen nahtlos über die zur Verfügung stehenden Medien weiter mit unseren Planungen, wie ich sie beschrieben habe. Zwar ruht leider das Kerngeschäft Basketball und leider sind wir nicht in der Weise für unsere gute Arbeit in sportlicher Hinsicht belohnt worden, wie wir uns das in dieser Saison vorgestellt haben. Aber auch eine so schwere Krise eröffnet neben all den Sorgen auch kleine Türchen für Neues. Ich empfinde mehr Solidarität untereinander. Ich erfreue meine Familie und mich mit meinem inzwischen dreiwöchigen Homeoffice. Wir von der TuSLi-Familie sollten auch näher zusammenrücken und an all jene denken, die uns jetzt brauchen. An die Älteren im Verein, für die eingekauft werden könnte. Ich denke da auch an die Restaurants und anderen Sponsoren, die den Verein jahrelang unterstützt haben. Wir sollten ihnen und auch anderen notleidenden Firmen – von Mitgliedern und Eltern – während der Corona-Krise unsere Medienplattformen kostenlos bereitstellen, sich gezielt zu präsentieren. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir ihnen jetzt mit Aufträgen helfen würden. Schließlich freue ich mich bereits auf die neue Saison, auch wenn noch nicht klar ist, wann sie beginnt. Ich bin aber sicher, der Moment kommt und es wird wieder viel Spaß machen. Das wichtigste ist aber, dass alle gesund bleiben.

Hinweis vom Verein: Nikos unterstützt den Verein lediglich punktuell mit Ideen. Er bekleidet kein offizieles Amt im Verein, ist also weder Entscheidungsträger noch vertritt er den Verein nach außen oder im Innenverhältnis.