Das Herz am rechten Fleck

Die WNBL Mannschaft von TuSLi bestritt vergangenes Wochenende das Final 4. Beim Final 4 handelt es sich um das Turnier, bei dem der deutsche Meister in der höchsten U17 Spielklasse, ermittelt wird.

Im Halbfinale trat man gegen den Titelfavoriten TS Jahn München an. Die Rollenverteilung war klar und wurde im Vorfeld immer wieder bestätigt. TuSLi kann nur der Außenseiter sein- gerade weil, die Mannschaft nicht komplett war (es wurde keine Lösung für die parallelstattfindende Schulmeisterschaft gefunden, an der Vicky, Nyara, Blanca und Mira teilnehmen).

Daher musste die Mannschaft sich vor dem Turnier nochmal finden und neu ausrichten. Zu der ganzen Situation gibt es einen passenden Spruch, der die Ausgangslage des TuS Lichterfelde beschreibt: „Always make a total effort, even when the odds are against you.” (Arnold Palmer).
18:30 Anpfiff und die Berlinerinnen spielten gegen München. Das Spiel entwickelte sich entgegen der Erwartungen zu einem offenen Schlagabtausch, wobei TS Jahn München mit 15:10 nach den ersten Zehn Minuten etwas die Oberhand behielt. Zu Beginn des zweiten Viertels, verletzte sich die Münchnerin Leonie Fiebich am Knie und konnte nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen. Während die Münchnerinnen den Ausfall verdauen mussten, ergriffen die Berlinerinnen die Initiative und kämpften sich wieder ran und übernahmen immer mal wieder die Führung. Das Spiel kippte immer wieder zu Gunsten der Berlinerinnen und brachten München an den Rand der Niederlage.
Leider reichte es nicht für die TuSLi Spielerinnen...man verlor mit dem Ablauf der Sirene und dem letzten Wurf, der nochmal aus dem Ring fiel, mit 53:56. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Berlinerinnen mit ihrem mutigen Auftritt unlängst in die Herzen vieler Zuschauer und Trainer gespielt. Es fielen viele aufmunternde Sätze und TuSLi nahm sich vor, beim Spiel um Platz 3, dieselbe Leistung abzurufen.

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Das Spiel um Platz drei bestritt man gegen die WNBL Mannschaft aus Bamberg. Nach einem tollen Start, änderte Headcoach Schabacker seine Verteidigung. Die Bambergerinnen antworteten mit einer Zonenverteidigung, die den Berlinerinnen den Zahn zog. Während Bamberg das Momentum hatte und die Verletzung von Magdalena Landwehr zu kompensieren schien. Wuchs der Rückstand für den TuSLi unaufhaltsam. Zwischenzeitlich führte Bamberg mit 19 Punkten, während bei den Berlinerinnen nicht viel gelingen wollte. Die Luft war raus, die Partie am Vortag hat einfach zu viel Kraft gekostet. War das Spiel entschieden? Auch hierfür findet man eine passende englische Weisheit: „it ain´t over till the fat lady sings“.

Angeführt von ihrem Teamcaptain Svea, kämpften sich der TuS Lichterfelde wieder zurück verkürzte dank eines Dreier von Svea auf 30:41. Man bäumte sich mit aller Kraft noch einmal auf und schaffte es, das Momentum zu kippen. Doch leider war der Zeitpunkt zu spät. Man verlor das Spiel um Platz drei mit 36:44. Somit belegte der Tus Lichterfelde den vierten Platz beim Final 4.

Darf man enttäuscht sein? Ja. Darf man frustriert sein? Sicherlich. Darf die Mannschaft sich Vorwürfe machen? Auf keinen Fall!

Was die Mannschaft an diesem Wochenende leistete machte das Trainerteam von Tilmann Rocha und Alexandra Maerz unheimlich stolz. Trotz der Missstände zeigte die Mannschaft als „der Außenseiter“ einen unglaublichen Charakter während der beiden Spiele.

Svea, Cléa, Areti, Jojo, Doreen, Leyla, Elisa, Lili und Meret spielten mutig, tapfer und gaben nie auf. Die Handschrift der Mannschaft war in jedem Spiel vorhanden. Allein das ist schon aller Ehren wert.

Ihr habt das wirklich sehr gut gemacht Ladies!


Quelle 1.Bild

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