TuS Lichterfelde vs. TuS Neukölln 72:71

Viertelergebnisse: 13:18, 26:12, 13:16, 20:24

In einem teils hochklassigen und immer hochspannenden Spiel des Zweitplatzierten (TuS Neukölln) gegen den Drittplatzierten (TuS Lichterfelde) entscheiden letztendlich zwei Freiwürfe zwei Sekunden vor Ende eine intensive Partie.

Der Start in das Spiel war zunächst eher ein beiderseitiges Abtasten. Als es offensiv dann so richtig los ging, waren zunächst die Neuköllner klar im Vorteil. Einige Spielerinnen hatten Probleme, unser Pick and Roll Konzept, sowohl im Zwei-gegenZwei, als auch in der Hilfe, sauber umzusetzen. Viele Male scorte Neukölln mit eben jener Taktik.

Offensiv hatten wir erheblich Probleme, konsequent zum Korb zu ziehen und für den offensiven Rebound zu arbeiten.

Das Team brauchte aber nicht mehr als eine Auszeit und fing sich in der Folge durchaus in beeindruckender Art und Weise. Am defensiven Ende des Feldes wurde keine zweite Chance zugelassen und die Pässe aus direkten oder in indirekte Block Situationen hervorragend verteidigt. Dies war der Grund, weshalb sich das Spiel für uns „öffnete“ und wir einfachen Basketball spielen konnten. Denn durch diese gestärkte Defense konnten wir das Spiel schnell machen und viele Male im Fastbreak scoren. Auch die Arbeit am offensiven Brett wurde deutlich besser. Unsere Innenspieler arbeiteten wie die Berserker und holten uns zweite Chance um zweite Chance.

Schon früh hatte sich ein weiterer Aspekt angedeutet: Wir hatten einen sehr guten Tag von der Dreierline. Allerdings nicht nur wir, sondern unsere Gegner auch.

Nachdem wir einen 19:23 Rückstand in der 16. Minute zu einer 28:23 Führung drehen konnten, zeigten wir das erste Mal, dass wir diesen Gegner dominieren können. Das Team spielte ein wirklich tolles zweites Viertel. Vielleicht das beste Viertel der Saison.

Den Halbzeitvorsprung (39:31) gaben wir auch im dritten Viertel nicht ab. Kurze Zeit führten wir sogar zweistellig.

Die vorherigen intensiven dreißig Minuten leiteten dann einen nochmal deutlich intensiveren Schlussakt ein, indem beide Teams zusammengenommen neun Dreier trafen. Teilweise mit fünf Treffern verteilt auf beide Teams in Serie. Oftmals war es Chiara, die für uns in dieser Phase Verantwortung nahm und für das Team eine wichtige offensive Stütze war. Zusammen mit einer an diesem Tag hervorragenden Garde an Innenspielern (Noa, Elisa, Mira) und sich die Füße müde laufenden Sina und Svea konnten wir dem Neuköllner Andrang immer wiederstehen. Das gesamt Team zeigte sich hier sehr kämpferisch.

14 Sekunden vor Ende führten wir mit drei Punkten, als eine Situation nach einem Einwurf etwas unglücklich nicht zu einem Foul, sondern zu einem Sprungball führte. Neukölln hatte nochmal den Ball und die Chance zum Ausgleich. Leider schenkten wir dem Sekunden vor Schluss durchgeführten wilden Drang zum Korb Beachtung und doppelten einen Spieler, der nur die Chance auf zwei Punkte hatte, foulten zudem nicht. Die an der Dreierlinie nun freistehende Spielerin des Gegners erhielt den Ball und traf mit fünf Sekunden auf der Uhr zum Ausgleich.

Bei noch fünf Sekunden auf der Uhr und ohne Auszeit pushte Sina den Ball nach vorne, wurde unsanft gestoppt, ging bei noch zwei Sekunden Restzeit an die Freiwurflinie und traf den zweiten Freiwurf zum 72:71 Sieg. Der anschließende weite Einwurf Neukölln wurde abgefangen.

Glückwunsch an das Team zu einem tollen Sieg in einem intensiven und wirklich guten Basketballspiel.

Punkteverteilung:

Chiara Dröll 21 Punkte (2/2 Freiwürfe, 5 Dreier), Mira Khan 15 (3/5, 2x3), Noa Sauthoff 11 (5/6), Elisa Billepp 9 (3/4), Sina Kafka 6 (4/6), Svea von Popowski 6 (2x3), Lena Stuht 2, Jana Dietzsch 2, Katharina Rosenthal, Johanna Rosenthal, Sarah Müller, Juliane Fränkle

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