Zu Gast in der Wolfshöhle

von Ali

Am vergangenen Sonntag zog es unsere JBBL zum Mitteldeutschen Basketball Club um das einzige, außerhalb von Berlin gelegene, Auswärtsspiel der Hauptrunde 2 zu bestreiten. Unser Team nahm Kurs auf den Olympiastützpunkt in Halle wo es um 13 Uhr zum Tip Off der Begegnung kommen sollte.

Der Beginn des Spiels erinnerte an die Crunchtime der Vorwoche gegen Higherlevel. (Das Spiel war mit zwei Dunkings entschieden worden.) Direkt nach dem Sprungball ließ sich Oshane Drews sich nicht zwei Mal bitten um das Leder durch die Reuse zu donnern. Einen Angriff später war es Dwayne Koroma der den Ball spektakulär stopfte. Doch bis auf diesen furiosen Beginn gestalteten sich die ersten 10 Minuten ausgeglichener. Die Jungwölfe zeigten sich unbeeindruckt und attackierten immer wieder das Brett. Durch fahrlässige Defense und unnötige Fouls musste dann schon früh gewechselt werden. Wenn unser Team allerdings den Weg zum Korb schließen konnte, profitierte man auch von technischen Fehlern des Gegners. (Ende des ersten Viertels: 11:19)

Die zweiten 10 Minuten waren der Tiefpunkt des Tages. Defensiv rotierten die Jungs unzureichend, Hilfen wurden verschlafen oder kamen zu spät. Der MBC spielte in dem Moment intelligenter und fand die Lücken in der Verteidigung. Die defensive Intensität stimmte überhaupt nicht und ermöglichte einfache Punkte und Freiwürfe. Offensiv spielte unser Team nun auch mit angezogener Handbremse. Der Ball wurde nicht bewegt und man rannte sich in 1:1 Situationen fest. Es mangelte an Kreativität und Konsequenz eine Bewegung mit dem nötigen Kontakt abzuschließen.
Am Ende war es Justus Gärtner der mit der Halbzeitsirene den Buzzerbeater traf und man zumindest ein Unentschieden mit in die Kabine nahm. (33:33)

Die Jungwölfe hatten in der ersten Hälfte Blut geleckt und waren nun heiß auf die Überraschung des Spieltages. Zurück auf dem Feld wurde es ein harter Fight und unsere Jungs nahmen endlich den Kampf an. Das Team ging verbissener in die Aktionen und entschlossener zum Korb. Allerdings fehlte es in dieser Phase an Genauigkeit und die Gegner blieben bei ihrer bewährten Strategie den Korb zu attackieren. Obwohl defensiv deutlich mehr investiert wurde fanden die Gastgeber noch zu oft freie Abschlüsse. Sinnbildlich dazu endete das dritte Viertel ausgeglichen und man ging mit  49:49 in letzte Viertel. 

Der letzte Abschnitt wurde endlich dazu genutzt um zu zeigen, warum das Team aktuell auf Platz 1 steht. Plötzlich sah man Tempobasketball, harte Attacken zum Brett und die Gier nach jedem Rebound. Die Körpersprache war eine völlig andere. Auch in der Verteidigung ließen die Jungs gerade mal noch 4 Pünktchen zu. Am Ende hieß es 71:53 für TUSLI. Der Endstand täuscht allerdings über den Spielverlauf hinweg. Der MBC hatte aufopferungsvoll gekämpft und sich zu keiner Phase aufgegeben und sich auch vom athletischen Beginn nicht abschrecken lassen. Dafür gebührt dem Gegner sehr viel Respekt. Das letzte Viertel dient als Maßstab für das nächste Heimspiel gegen RSV am kommenden Sonntag um 12.30 (12.03.17) (RS)

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