Spannung pur: TuSLi schlägt Wolfenbüttel in der Schlusssekunde

von Ali

Unsere Damen schlagen Wolfenbüttel mit einem sensationellen Buzzerbeater 68-66. Im Nachholspiel am Folgetag war das Team ersatzgeschwächt ohne Chance.

Alles war angerichtet zum Heimspiel gegen den Dauerrivalen: Die Halle war gut gefüllt, die TuSLi-Familie feierte im Vorfeld der Partie die Verleihung des „Grünen Bandes“ und auch für die leibliche Verpflegung war bestens gesorgt. Dass sich das Spiel unserer Damen an diesem besonderen Tag dann auch noch zu einem Drehbuch-reifen Krimi entwickeln würde, war allerdings wahrlich nicht planbar.

Nach einer vor allem offensiv sehr starken ersten Halbzeit lagen die Lichterfelderinnen 46-39 in Front. Einziges Manko zu diesem Zeitpunkt war, dass man das Spiel nach einer zwischenzeitlichen 11-Punkte Führung nicht bereits deutlicher gestalten konnte. Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich dann eine kampfbetonte Partie auf Augenhöhe. Der offensive „Flow“ der Berlinerinnen war jedenfalls erst einmal dahin. Die immer stärker agierenden Gäste holten Punkt für Punkt auf und lagen in der 36. Spielminute sogar mit 63-61 in Führung, die Berlinerinnen konnten durch Anton und Sabally aber kontern (65-63, 38. Spielminute).

Die Schlussphase sollte es dann in sich haben: Bei knapp 26 verbleibenden Sekunden auf der Uhr und einem Spielstand von 66-66 hatte das Wolfpack Ballbesitz und damit die Chance, das Spiel zu entscheiden. TuSLi verteidigte bravourös und forcierte 1,5 Sekunden vor Spielende einen Ausball: Auszeit und damit die letzte Chance bei Einwurf im Vorfeld das Spiel in der regulären Spielzeit zu gewinnen. Lena Gohlisch mit klugem Pass auf die freigeblockte Nyara Sabally, diese kann ihren offenen Korbleger mit Ablauf der Uhr verwandeln, Heimerfolg! Es war ein Basketballspiel wie aus dem Drehbuch.

Exakt 20 Stunden später mussten unsere Ladies dann in Wolfenbüttel erneut antreten: Das Nachholspiel des ersten Spieltages stand auf dem Programm. Die körperliche und auch emotionale Müdigkeit war der Mannschaft, die unter anderem auf Marion Powilleit und Kapitänin Tini Greiner verzichten musste, deutlich anzumerken. Zudem zog sich Nyara Sabally, die aufgrund einer im Heimspiel erlittenen Kieferverletzung bereits angeschlagen in die Begegnung ging, anfangs des dritten Viertels nach einem Schlag auf die Schläfe eine Gehirnerschütterung zu und konnte nicht mehr weiterspielen. Auch Meret Kleine-Beek verletzte sich am Knie und musste die Begegnung vorzeitig beenden. Wolfenbüttel spielte stark und konnte die Partie auch in dieser Höhe völlig verdient gewinnen.

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