JBBL-Team verspielt Sieg und Top-Ausgangsposition

von Ali

Der Sonntag war ein „gebrauchter Tag“. Erst durch die Sommerzeit eine Stunde früher aufstehen und dann noch gegen den Tabellenletzten der Hauptrunde, die MBC Jungwölfe, das Heimspiel mit 87:95 (34:30) verlieren. Damit wurde der mühsam verdiente Platz 1 der Hauptrunde verspielt und an ALBA Berlin verschenkt.

 

Die Gründe für die Niederlage zu suchen, zu benennen und alles zum Positiven zu wenden, dürfte in dieser kurzen Woche die anspruchsvolle Aufgabe der Trainer sein. Nur das Verletzungspech dürfte es nicht gewesen sein, denn die Jungs, die nominiert waren, hätten das Spiel als Team souverän gewinnen können. Auch die teilweise gute Offense-Leistung der Jungwölfe mit guten 50 % Trefferquote (mehr als 44 % bei den 3-Punkte-Würfen) hätte alleine nicht gereicht. Und nur an den Schiedsrichtern hat es auch nicht gelegen.

95 Punkte in 40 Minuten zu kassieren spricht nicht gerade für eine gute Defense. 

 

Von Anfang an lief man einen Rückstand hinterher. Erst nach 14 Spielminuten konnten die TuSLi-Jungs erstmals in Führung gehen, um gleich wieder mit 6 Punkten zurück zu liegen. Ein 10:0-Lauf von TuSLi brachte zur Halbzeit die knappe 34:30-Führung. Bis zum 41:34 in der 22. Spielminute durften die wenigen Zuschauer noch hoffen, dass das Ganze noch ein glückliches Ende findet. Der dann aber folgende 16:0-Lauf der Wölfe ließ das Spiel kippen. Mühsam kämpfte sich das TuSLi-Team nochmals auf vier Punkte zum Ende des dritten Viertel heran. Doch näher kamen sie dann nicht mehr. 65 Punkte in der 2. Halbzeit zu kassieren war wohl trotz der herausstechenden 28 Punkte von Oguz Pinar kaum zu kompensieren.

 

Nun muss man im Achtel-Finale der JBBL als Gruppen-Zweiter gegen den Gruppen-Dritten des Hauptrunde 1 antreten, dem Team von TSV Bayer 04 Leverkusen. Das erste Heimspiel bestreitet TuSLi am 02. April in der Sporthalle der Goethe-OS. Eine Woche später darf man dann nach Leverkusen reisen. Ob es ein drittes Spiel geben wird, hängt von den ersten beiden Spielen ab (Best of Three-Modus).

 

Wenn der Traum vom Final-Four wahr werden soll, muss man nun nicht nur Leverkusen bezwingen, sondern danach auch noch vermutlich die Young Rasta Dragons, die als Gruppensieger sehr souverän die Hauptrundenspiele bestritten haben. Aber bis dahin ist es noch ein sehr steiniger und mühsamer Weg.

 

Es spielte und punktete für TuSLi in alphabetischer Reihenfolge:

Paul Attah, David Bacik (9), Jonathan Brüders, Carlson Eisenberg, Fynn Fischer (3), Justus Gärtner, Leonard Hampl (6), Dwayne Koroma (16), Max Limbach, Oguz Pinar (28), Louis Raude (9), Lamin Sabally (16)

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