JBBL: Saison-Ende im Viertelfinale gegen die BG Göttingen

von Lutz Rudolph

Die TuSLi-Jungen waren so dicht dran, dass entscheidende Spiel in der Heimhalle am nächsten Wochenende zu erzwingen: Lediglich in der 1. sowie in den letzten fünf Spielminuten führte die BG Göttingen in einem sehr temporeichen und körperlich intensiv geführten Spiel vor fast 200 Zuschauern. Nach dem 3:0 setzten die Lichterfelde die energisch auftretenden Göttinger derart unter Druck, dass viele Turnovers die Folge waren. So konnten sich TuSLi peu à peu absetzen, weil alle im Team mitzogen und den verletzungsbedingten Ausfall von Lamin Sabally kompensierten. Herausragend waren zu diesem Zeitpunkt Elias Baggette und Anton Hübotter, die bis zur 15. Spielminute mit vielen herausgespielten Aktionen für einen Zwischenstand von 29:39 sorgten. Dann kam etwas Spielentscheidendes: Göttingen wollte mit noch mehr Intensität der drohenden Niederlage entgegenwirken. Ein Göttinger trat Elias, der gerade zu einem Dribbling ansetzen wollte, jenseits der Dreier-Linie oberhalbhalb des Knöchels gegen das Schienenbein, so dass dieser verletzt für das weitere Spiel ausfiel. Bis dahin hatte er bereits 15 Punkte erzielt und war durch die Göttinger nicht in den Griff zu kriegen. Die Stimmung wurde immer aufgeheizter, doch bis zur Halbzeit konnte sich TuSLi noch gut behaupten und die Führung auf 15 Punkte (32:47) ausbauen.

Bis zum 44:59 Mitte des dritten Viertels bewies das TuSLi-Team, dass sie die schmerzhaften Ausfälle kompensieren können. Mit einem Buzzer-Beater von Anton stand es nach dritten Viertel 50:62.

Danach gelang fast gar nichts mehr und Göttingen konnte sich mit frenetisch anfeuernden und leider teilweise unfairen Teilen des Publikums und vielen Trommlern derart puschen, dass sie bereits in der 35. Spielminute in Führung gingen (68:66).  15 Sekunden vor Schluss bei Ballbesitz TuSLi und 72:70 wäre mit einem erfolgreichen Dreier noch der Sieg möglich gewesen, doch irgendwie konnte TuSLi nicht mehr die Kräfte derart fokussieren, dass es zu einem Wurf kam.

Nun ist eine schöne und erfolgreiche Saison leider zu Ende, dabei hätte man die Göttinger meines Erachtens besiegen und sich für das Final-Four qualifizieren können. Nur soll nicht alles auf die Verletzungsmisere geschoben werden. Auch die Göttinger haben sich über die Saison entwickelt und motiviert aufgespielt, ohne wie in der Vergangenheit abzusinken und eine Zonenverteidigung zu spielen.

Ein kleiner Nachschlag an die Göttinger sei aber erlaubt: Die kleine Fangruppe der Göttinger, die meinten, die TuSLi-Spieler während des Aufwärmens bereits unfair zu verhöhnen und bei schmerzhaften Foulaktionen sich über die Verletzten lustig machten, gehören nicht zu dem Stil und der Achtung des schönen Jugendsportes.

 

Es bleibt Dank an die Coaches Arvid, Belal und Luca zu sagen, die unermüdlich die Jungs angetrieben haben, um das Beste herauszuholen und die, wie die Jungs, sehr viel Zeit und Engagement investiert haben, um TuS Lichterfelde in der JBBL als starkes und faires Team zu präsentieren. Sie konnten sich über tolle Spieler freuen, die uns Eltern und Zuschauer sehr viel Freude bereitet haben. Zu gern hätten wir euch ein tolles Final-Four-T-Shirt mit einem netten Design kreiert. Die 2003er werden in der nächsten Saison mit den dazu stoßenden 2004er ein starkes Team bilden und einen neuen Anlauf nehmen. Wir können hoffen, dass sich die 2002er in einem starken OL-Team wiederfinden und vielleicht der ein oder andere die Chance in der NBBL nutzt.

 

Ein Dankeschön auch an die engagierten Eltern, die stets für die Heimspiele das Buffet bereichert und bedient haben und auch sonst alle an einem Strang gezogen haben.

 

Zum Spiel vom Sonntag in Göttingen spielten und punkteten nachfolgende TuSLi-Spieler in alphabetischer Reihenfolge:

 

Elias Baggette (15/ 3 Dreier), Joris Bergendahl (3), Jonathan Brüders (6), Mico Brunner, Fynn Fischer (6), Anton Hübotter (23), Max Limbach (9/ 3 Dreier), Lamin Sabally (verletzt, nicht eingesetzt), Nils Tötzke, Lennart Wöhlk (7), Ferdinand von Saldern (1), Ole Zimmermann

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