Bundesliga-Damen mit Playoff-Aus nach großem Kampf

von Lutz Rudolph

TuSLi verliert das Playoff Heimspiel gegen die OSC Panthers mit 52-57 (18-18, 9-15, 11-9, 14-15) und verabschiedet sich damit mehr als würdevoll aus einer überaus erfolgreichen Saison.

In einer Begegnung, die bis in das Schlussviertel hinein offen gestaltet werden konnte, war am Ende erneut die größere Tiefe des Osnabrücker Kaders spielentscheidend. Der vor allem defensiv großartigen Leistung der jungen Berliner Mannschaft soll dies jedoch keinen Abbruch tun.

Zwei wesentliche Ziele hatten sich die Lichterfelderinnen für die Begegnung gesetzt: Man wolltezu keinem Zeitpunkt offensives Selbstvertrauen bei den Gästen aufkommen lassen und zudem galt es,sogenannte „Läufe“ des Gegners, der über ein enorm starkes und gefährliches Umschaltspiel verfügt, unter allen Umständen zu verhindern. Ersteres gelang dank einer taktisch großartigen Leistung der Berlinerinnenüber das gesamte Spiel hinweg –ein ums andere Malwusste TuSLi den Favoriten mit wechselnden Verteidigungen vor große Probleme zu stellen. Am Ende war es dann jedoch in der Tat der einzige deutliche Lauf der Niedersächsinnenin der gesamten Begegnung, der sich als spielentscheidend erweisen sollte. Mit einem 15-4 zwischen der 30. und 37. Spielminute konnte sich Osnabrück uneinholbar auf 57-42 absetzen.

Es ist der Mannschaft sehr hoch anzurechnen, dass sie auch beim 45-57 Rückstand eine Minute vor Spielende niemals aufgesteckt hat und somit absolut verdient für ein Endergebnis sorgen konnte, das der couragierten Leistung auch optisch gerecht wird. „Natürlich ist die Enttäuschung erst einmal groß.Auch wenn wir damit rechnen mussten, war das gefühlt dann aberdoch einplötzliches Ende einer langen und anstrengenden Spielzeit“, sagte Trainerin Alex Maerz nach dem Spiel. „Ich denke, dass wir alle nach ein paar Tagen Abstand sehr gut einordnen können, was wir in der gesamten Saison aber definitiv auch in dieser Serie geleistet haben. Ich habe riesigen Respekt vor diesen Spielerinnen.“

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